Freitag, 21. März 2008

Pater Lawrence


Ich möchte heute noch über Pater Lawrence Ndimeloi erzählen, den Pfarrer von Endulen, den wir auf unserer Reise kennen gelernt haben, mit dem wir viel Zeit verbracht haben und der ein faszinierender Mensch mit Charisma ist. In dem grossen Gebiet, das durch die beiden Spitäler in Endulen und Wasso versorgt wird, leben hauptsächlich Massai. In einem kleinen Siedlungsgebiet mitten drin gibt es einen Stamm mit anderer Herkunft und Sprache, die Sonjo. P. Lawrence ist ein Sonjo und ist dort aufgewachsen. Der Gründer der beiden Spitäler, Dr. Herbert Watschinger ist in den späten 70er Jahren in diesem Gebiet unterwegs gewesen und hat alle Schulen besucht und die Kinder untersucht.Er hat einen Dolmetsch benötigt, der Sonjo und Suaheli spricht und fand in dem damals 8 Jahre alten Lawrence diesen Dolmetsch, der in dann Jahre hindurch bei seinen Untersuchungen begleitete. Nach Abschluß der Grundschule mit 14 Jahren ermöglichte Dr. Watschinger Lawrence den Besuch der secondary school. Dr. Watschingers Wunsch war die Ausbildung von Lawrence als Arzt, damit er später die beiden Spitäler weiter führen könnte. Doch nach einem Jahr wollte Lawrence statt der Medizin Theologie studieren und Geistlicher werden. Er wurde dann 2000 zum Priester geweiht und feierte seine Primiz in seinem Heimatdorf im Freien unter einem riesigen alten Baum. Zu seiner Primiz kamen tausende Menschen aus dem gesamten Sonjo Gebiet - er war der erste Akademiker ( und Priester ) seines Stamms. Bei dieser Feier wurden 3 Ochsen und 15 Ziegen geschlachtet und verzehrt. außerdem bekam Lawrence insgesamt 100 Ziegen geschenkt.
Er war von dieser Anteilnahme und der Großzügigkeit seiner Stammesangehörigen so überwältigt, dass er eine Gegenleistung an seinen Stamm überlegte um seine Dankbarkeit aus zu drücken. Da das Gebiet der Sonjo selbst für tansanische Verhältnisse sehr schwer erreichbar ist, waren die Anreisewege zum Spital in Wasso oder zur Krankenstation in Digodigo sehr weit.
So hat sich P. Lawrence ent schlossen, mitten im Sonjo Gebiet eine dispensary zu errichten. Das ist eine kleine Krankenstation mit 10-12 Betten und ambulanter Versorgung der Bevölkerung.
Das Grundstück für diese dispensary bekam er von seiner Mutter geschenkt und heute steht der gedeckte Rohbau für die Krankenstation und 2 Häuser zum wohnen für Mitarbeiter. Es fehlt noch der Innenausbau sowie die Wasser und Sromversorgung.


Siedlungsbebiet der Sonjo, von Wasso nach Sonjomit dem Gländefahrzeug mindestens 1 1/2 Stunden







Hl. Messe in Endulen



re P. Lawrence


P. Lawrence bei der Predigt


Afrikanischer Kreuzweg


Nach der hl. Messe










Das MIWA Auto von P. Lawrence


P.Lawrence bei der hl.Messe in Wasso





Fruchtbare Landschaft im Sonjogebiet


Typische Rundhütten der Sonjo, gedeckt mit Elefantengras





P.Lawrence mit seiner Mutter vor der Hütte, in der er aufgewachsen ist und in der seine Mutter lebt ( den Umzug in ein modernes Haus, das ein Bruder von Lawrence für sie gebaut hat, hat sie strikt abgelehnt ).





Mutter bei der Feuerstelle


Mutter mit traditionellem Umhang



seine jüngere Schwester


Gastfreundschaft in Mutters Hütte




Der größte und älteste Baum im Sonjogebiet, hier feierte P. Lawrence 2000 seine Primiz








Personalwohnhäuser





Dispensary




Innen Rohbau


Innenraum im Rohbau

Pater Lawrence ( 190 cm ) und ich


Pater Lawrence und Helga


Pater Lawrence und ich


vo li : Pater Lawrence, ich, Ernst ( Techniker aus Österreich )

Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet:
"Spenden Pater Lawrence" 05004-038898 bei Sparkasse Kremstal/Pyhrn BLZ 20315



































Dienstag, 18. März 2008

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In Arusha Abschiedsessen mit Pater Laurence, Pfarrer von Endulen
Im Arusha Nationalpark: Buffallo

und Giraffen










In Moshi schaut der Kilimanjaro schon beim Frühstück beim Fenster herein




"Skyline" von Dar es Salaam

Stonetown, Hauptstadt Zanzibars

Typisches Segelboot

Strand auf Sansibar


Leider waren die bürokratischen Hürden nicht zu nehmen, ich bekam von einem immigration officer ein Arbeitsverbot im Spital,. Wie lange es bis zur Ausstellung einer Arbeitsgenehmigung dauern würde, war nicht feststellbar ( zumindest mehrere Wochen ), so dass wir uns entschlossen, unseren Aufenthalt in Wasso frühzeitig abzubrechen. Wir sind noch nach Arusha, Moshi und an die Küste nach Dar es Salaam greist und waren dann noch 5 Tage auf Zanzibar, nun sind wir seit einer Woche wieder wohlbehalten daheim.